[REZENSION] Radioactive - Die Verstoßenen von Maya Shepherd





Nach dem Dritten Weltkrieg gleicht die Erde einem Trümmerfeld.

Die letzten überlebenden Menschen haben sich in Sicherheitszonen verbarrikadiert, um sich vor der radioaktiven Strahlung zu schützen. Ein Überleben ist nur nach strengen Regeln und Gesetzen möglich. Es gibt weder Eigentum noch einen eigenen Willen. Die Legionsführer nehmen den Menschen jede Entscheidung ab. In dieser Welt ist kein Platz für Gefühle. Die Menschen leben nur noch um zu funktionieren, deshalb tragen sie Nummern statt Namen. D518 ist eine von ihnen. Geboren in dieser zerstörten Welt, hat sie nie ein anderes als dieses von Kontrolle bestimmte Leben kennengelernt. Dies ändert sich schlagartig, als sie von Gegnern der Regierung entführt wird. Alles, woran sie bisher geglaubt hat, stellt sich als eine Lüge heraus.








Spannender Reihen-Auftakt, den man nicht mehr aus der Hand legen kann


Da Maya Shepherd mich schon mit ihren Reihen „Dear Sister“ und „Märchenhaft“ überzeugen konnte, war ich sehr gespannt auf diese dystopische Reihe. Wie gewohnt punktet die Autorin mit einem flüssigen und mitreißenden Schreibstil. Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und ich kann es kaum erwarten, dass der zweite Band mit neuem Cover erscheint.

Im Zuge des Dritten Weltkriegs wurde fast die gesamte Erde zerstört. Das Leben ist nur noch in sogenannten Sicherheitszonen möglich. Dort sind alle Menschen gleich, um Frieden und Harmonie zu wahren. So werden beispielsweise alle Augen blau gefärbt und die Haare abrasiert, damit kein Unterschied zwischen den einzelnen Menschen erkennbar ist. Es gibt keine Namen, nur Nummern. Auch das Leben wird komplett durchstrukturiert. Es gibt Nahrung in Tablettenform und der Tag ist für jeden Menschen von morgens bis abends auf die Minute durchgeplant. Selbst die Schlafenszeiten werden vorgegeben. Die junge Frau D518 wird eines Tages aus der Sicherheitszone entführt und von Rebellen verschleppt. Sie reagiert mit panischer Angst und großem Misstrauen. D518 erhält den Namen Cleo und wird nach und nach in das soziale Leben der Rebellen eingegliedert. Dort erfährt sie, dass ihr Leben in der Sicherheitszone nichts anderes war, als eine große Lüge. Denn das Leben ist sehr wohl auch außerhalb der Sicherheitszone möglich.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des lockeren und flüssigen Schreibstils von Maya Shepherd sehr leicht gefallen. Schon nach ein paar Seiten war ich komplett in der Geschichte versunken und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, wodurch ich mir die zerstörte Welt und die Sicherheitszone sehr gut vorstellen konnte. Die Atmosphäre des Buches ist zu Beginn düster und gedrückt, denn das Leben in der Sicherheitszone unterscheidet sich grundlegend von dem Leben, wie wir es kennen. Durch die Gleichheit der Menschen und den minutiös durchgeplanten Tagesablauf werden Gefühle komplett unterdrückt oder verhindert. Es gibt keine Liebe oder Freude, genauso wenig wie Neid oder Wut. Alles wirkt grau und trostlos. Die Menschen sind mehr Roboter als Individuen. Das alles ändert sich schlagartig, als die junge Frau D518 von Rebellen entführt wird. Dort erhält sie den Namen Cleo und lernt zum ersten Mal ein selbstbestimmtes Leben kennen. Die Bücher von Maya Shepherd gefallen mir dank ihrer authentischen Charaktere immer besonders gut. Auch in diesem Reihen-Auftakt sind sind die Charaktere liebevoll gezeichnet. Die Entwicklung von Cleo ist der Autorin sehr gut gelungen. Ich konnte von Anfang an mit Cleo mitfühlen und ihr Handeln nachvollziehen. Es ist ausgesprochen interessant, die Welt mit Cleos Augen zu entdecken und dabei zu sein, wenn sie zum ersten Mal Gefühle entwickelt und erfährt, was Freude und Glück, aber auch Wut und Trauer bedeuten. Maya Shepherd konnte mich mit ihrer Geschichte von der ersten Seite an begeistern und ich liebe diesen Reihen-Auftakt einfach. Da es am Ende einen fiesen Cliffhanger gibt, bin ich schon sehr gespannt auf den zweiten Band, der im August 2017 mit neuem Cover erscheinen wird.



Maya Shepherd konnte mich mit ihrem Reihen-Auftakt „Radioactive – Die Verstoßenen“ von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere, ein düsterer Weltenentwurf und eine spannende Handlung lassen das Leserherz höherschlagen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.





5 von 5 Sterne














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Illustration von Freepik

Kommentare:

  1. Liebe Nadine,

    eine wirklich schöne Rezension! Ich liebe die Märchenhaft Reihe von Maya auch sehr, daher werde ich mir Radioactive auch holen, denn es klingt wirklich toll.

    Liebe Grüße
    Jenny

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  2. Hallo Nadine,
    du sprichst mir aus der Seele. Auch mir hat diese Reihe unglaublich gut gefallen.
    Liebe Grüße Doreen

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  3. Hey Nadine,

    ich mag das neue Cover unheimlich gerne. Ich habe den ersten Band noch zu Hause, allerdings im alten Design. Mal schauen, wann ich da dazu komme. 😉

    Deine Rezi macht mir auf alle Fälle unheimlich Lust darauf. *g*

    Liebe Grüße,
    Ruby

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